Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik

Hefte 2008

113/XXIX. Jg./2008

Schwerpunkt:
Bewegung - Slowakei/Steiermark

Kunstteil:
Michael Schuster, Brigitte Kossek, David Auner

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LICHTUNGEN, Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik
113 / XXIX. Jg. / 2008, ISSN 1012-4705

Umschlag & Kunstteil:
Michael Schuster, Brigitte Kossek, David Auner, Steiermark x 25

INHALT

LITERATUR
Michael STAVARIČ
Magma
Kerry Shawn KEYS
Gedichte
Elke PAPP
Après Soleil
Ute ECKENFELDER
Gedichte
SAID
er wird kommen
Katrin Marie MERTEN
Gedichte
Aljoscha BRELL
Am Stahlseil
Mette MOESTRUP
Primitiv, privat

NEUE NAMEN
Nadine KEGELE
5 Tage und 5 Nächte oder Über Raben: Bilderflut auf tschechischer Reise
Felix KRAMER
Vorschläge für Träume

SCHWERPUNKT „Bewegung - Slowakei/Steiermark“
Ursula MACHT
Vorwort

Peter ŠULEJ
Gedichte
Sophie Anna REYER
Baby Ballon
Ivan ŠTRPKA
Kafka erregt Lachen
Anna ONDREJKOVÁ
Gedichte
Marcus POETTLER
tanz/ende/kulissen/wechsel
Monika KOMPANÍKOVÁ
Wandernde Steine
Ivan LAUČÍK
Gedichte
Sonja HARTER
Vielleicht heute im ersten Anlauf
Helwig BRUNNER
Vorläufige Tage. Prosagedicht
Ivan ŠTRPKA
Gedichte

LITERATURWETTBEWERB DER AKADEMIE GRAZ 2007
Ian KOPACKA (1. Preis)
Zahlen bitte

KUNST
Werner FENZ
Der öffentliche Raum. Eine neue Begegnungsebene & Ein neues Institut
Michael SCHUSTER, Brigitte KOSSEK, David AUNER
Steiermark x 25

ZEITKRITIK / ESSAY
Manfred PRISCHING
Die Bluffgesellschaft
Gabriel Bernal GRANADOS
Lob der Bibliothek

ZU DEN AUTORiNNEN

BEWEGUNG - SLOWAKEI/STEIERMARK
Vorwort
Ursula MACHT

„Die Kleider kehren zurück in voller Schönheit / nach Jahren, aber die Menschen /
bleiben dort, wohin sie fortgegangen waren.“ – so beschreibt Ivan Štrpka das Phänomen der Zeit, die vergeht und stehen bleibt zugleich, je nach Perspektive. Bewegung ist unsere Daseinsform, alles Leben ist Bewegung – „auf der Wiese wandelt sich Bewegung in Blumen“, aber die Bewegung des Körpers hilft nicht automatisch, seine Richtung zu finden, wie Peter Šulej dann in „Transgressionen“ erkennt. Auch das Schreiben ist ein Abenteuer der Bewegung – man weiß nie vorher, in welche Dimensionen es einen trägt. Aus den Wellen steigend zu spüren, wie Felsen unter den Füßen wachsen, den wilden Garten zu verlassen, ohne in der anderen Welt je ankommen zu können. Rusalka, die lebendig nicht zurück darf – ermüdet davon, anderen nicht näherzukommen. Im Frühbus, der ein Körper-Gehäuse ist, auch für Anna Ondrejková. Fliegen, wie ein Eiszapfen in der Nicht-Zeit, hoch vom Fels der Tatra ins Tal, den rasenden Schneeflocken zum Trotz. Und in den vom Himmel hängenden Enden der Fäden findet sich nur noch das Spiegelbild von Ivan Laučík… Aber in dem alten Autowrack, das nirgends mehr hinfährt, werden zwei Kinder erwachsen, erfahren die verändernde Bewegung der Zeit in der Geschichte von Monika Kompaniková. So vielfältig die Stimmen der slowakischen Autoren, so mannigfaltig sind auch ihre Zugänge zum ewigen Thema Bewegung – und hier präsentiert sich nur ein kleiner, wenn auch hochkarätiger Ausschnitt aus der reichen slowakischen Gegenwartsliteratur. Es gibt noch viel zu entdecken…

Berlin, Januar 2008


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