Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik

Hefte 2006

LICHTUNGEN - 107/XXVII. Jg./2006

Schwerpunkt:
Junges europäisches Theater

Kunstteil:
Günther Pedrotti

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LICHTUNGEN, Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik
107 / XXVII. Jg. / 2006, ISSN 1012-4705

Umschlag:
Günther Pedrotti, Aufbau von Schifffahrt gegen den Strom, 2006
Kunstteil:
Günther Pedrotti, Outdoor-Projekt Schifffahrt gegen den Strom, 2006,
Gemeinde Schönegg bei Pöllau

INHALT

 
JUNGES EUROPÄISCHES THEATER
(Projekt: JANUS - Playwrights crossing Europe)
 
Edith DRAXL
Einleitung
2
Jurij DACEV
Hundepension
3
Judith de RIJKE
Pansen (Pens)
24
Leea KLEMOLA
Kokkola
61
Andrei KUREICHIK
The Sky
109
Peca STEFAN
Rumänien 21
Eine rumänische Gegenwartskomödie mit Songs
150
   
BILDENDE KUNST
 
Werner FENZ
 
Vom Wasser bewegtes Denken. Zu Günther Pedrottis Kunst „gegen den Strom“
177
Günther PEDROTTI
 
Outdoor Projekt „Schifffahrt gegen den Strom“, 2006
Gemeinde Schönegg bei Pöllau
177-192
 
 
ZEITKRITIK / ESSAY
 
Literaturwettbewerb der Akademie Graz 2005, 3. Preis  
Christopher EBNER
 
Staatsverträglichkeiten. Eine Nachschrift
193
 
 
ZU DEN AUTORiNNEN
198

JANUS - Playwrights crossing Europe
Edith DRAXL

Wir kennen viele Grenzen: politische, geographische, kulturelle, sprachliche. Grenzen außerhalb und innerhalb unseres Kopfes. Grenzen kann man nicht so leicht abschaffen, aber man kann sich damit beschäftigen, wie man so mit ihnen umgehen kann, dass sie nicht behindernd und einschränkend wirken, sondern im Gegenteil Vielfalt und Reichtum sichtbar machen, ein Potential, das allen zur Verfügung steht. Das kulturelle Erbe Europas beinhaltet viele Grenzen, da sich der Kontinent aus einer enormen Kleinteiligkeit und Vielfalt zusammensetzt.
Gegenwärtig begegnet die emotionale Verwurzelung in regionalen Environments dem Wunsch nach einem kosmopolitisch offenen, europäischen Lebensverständnis. Beides in einer Weise zu verbinden, die nicht im globalisierten Einheitsbrei endet, ist die Notwendigkeit der nächsten Zukunft.

Künstlerinnen und Künstlern kommen dabei wichtige Aufgaben zu. Ihre Arbeiten machten und machen Strukturen sichtbar, verweisen auf emotionale und intellektuelle Brennpunkte, sie beeinflussen aber auch Wahrnehmungen und Empfindungen. Sie arbeiten an Grenzen, mit Grenzen, überschreiten sie, unterlaufen sie, rennen dagegen an. Literaten sind natürlich in besonderer Weise mit Grenzen der Sprache befasst.

Im Projekt „JANUS – Playwrights crossing Europe“ geht es um die Ausweitung der Bewegungsmöglichkeiten trotz all der Grenzen. Dem Publikum – zunächst waren es ZuseherInnen, nun LeserInnen – werden Arbeiten von AutorInnen aus verschiedensten Europäischen Ländern vorgestellt, die gesellschaftliche und politische Lebensumstände sichtbar machen. Den AutorInnen eröffnet JANUS neue Kontexte in für sie fremden Sprachräumen.

Aber nicht nur die Arbeiten zirkulieren, auch die Literatinnen und Literaten selber waren und sind in Bewegung. Sie haben miteinander gearbeitet und sind einander an der Grenze der Sprache begegnet.

uniT arbeitet mit AutorInnen im Bereich szenischen Schreibens seit 2001. Wir bieten einen Lehrgang, Workshops, szenische Lesungen und Uraufführungen. Für uns arbeiten in diesem Zusammenhang prominente AutorInnen und TheatermacherInnen wie Marius von Mayenburg, Roland Schimmelpfennig, René Pollesch, Oliver Bukowski, John von Düffel, Thomas Ostermeier, etc


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